Kartenlegen2 Min. Lesezeit

Kipperkarten: Bedeutung, Besonderheiten und Unterschied zu Lenormand

Neben Lenormand sind Kipperkarten das zweite große deutsche Wahrsagedeck. Ihre Stärke: Sie erzählen sehr konkret von Menschen und Alltagssituationen. Ein Überblick über Herkunft, wichtige Karten und Deutung.

Herkunft: ein Deck aus Bayern

Die Kipperkarten entstanden Ende des 19. Jahrhunderts in Bayern und sind nach der Wahrsagerin Susanne Kipper benannt. Wie das Lenormanddeck umfassen sie 36 Karten – die Bildsprache ist aber eine andere: Statt symbolischer Gegenstände wie Baum oder Anker zeigen viele Kipperkarten Menschen in Alltagsszenen, etwa den Hausvorstand, die Ehefrau, ein Zusammentreffen oder den Arbeitsraum.

Genau das prägt den Deutungsstil: Kipperkarten gelten als besonders konkret und personenbezogen. Sie beschreiben, wer im Leben der fragenden Person eine Rolle spielt und was zwischen diesen Menschen geschieht.

Wichtige Kipperkarten im Überblick

Eine Auswahl häufig gefragter Karten und ihrer Kernbedeutungen:

Hauptperson (männlich/weiblich)
Die fragende Person selbst und ihr Gegenüber – Dreh- und Angelpunkt jeder Legung.
Ein Zusammentreffen
Begegnung, Verabredung, ein Kontakt, der zustande kommt.
Der Liebesbrief
Nachricht mit Herz: eine erfreuliche Botschaft, oft in Liebesdingen.
Ein Haus
Zuhause, Familie, Beständigkeit – das private Fundament.
Der Weg (Reise)
Veränderung, Ortswechsel, etwas kommt in Bewegung.
Geld (Reichtum)
Finanzen, Gewinn, materielle Sicherheit.
Trauer und Kummer
Eine belastende Phase – im Kartenbild zeigt der Kontext, worauf sie sich bezieht und wie lange sie wirkt.
Unverhofftes Glück
Positive Wendung, mit der niemand gerechnet hat.

Kipper oder Lenormand – was passt zu deiner Frage?

Beide Decks arbeiten mit 36 Karten und Kombinationen, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Lenormand ist symbolisch-vielschichtig und deckt von Alltag bis Lebensweg fast alles ab. Kipperkarten spielen ihre Stärke aus, wenn es um Menschen und ihre Beziehungen geht: Wer will was, wer steht wo, was entwickelt sich zwischen zwei Personen?

Viele Kartenleger beherrschen beide Systeme und wählen das Deck nach deiner Frage – oder legen mit beiden, um ein Thema aus zwei Blickwinkeln zu betrachten. Im Beraterprofil siehst du, mit welchen Decks jemand arbeitet.

Häufige Fragen

Sind Kipperkarten schwerer zu lernen als Lenormand?

Eher leichter: Die Alltagsszenen der Kipperkarten sind sehr direkt lesbar. Anspruchsvoll wird wie bei jedem Deck die Kombination mehrerer Karten – hier zahlt sich die Erfahrung eines Beraters aus.

Kann man Kipper- und Lenormandkarten mischen?

Die Decks bleiben getrennt – aber viele Kartenleger legen dieselbe Frage nacheinander mit beiden Systemen, um verschiedene Facetten zu beleuchten. Gemischt wird innerhalb einer Legung nicht.

Welche Fragen eignen sich besonders für Kipperkarten?

Alles, wo Menschen im Mittelpunkt stehen: Beziehungsdynamik, Familienthemen, berufliches Miteinander. Für abstrakte Innenschau-Themen greifen viele Berater eher zu Tarot.

Weiterlesen

Unsere Berater unterstützen dich mit spiritueller Orientierung und einfühlsamen Gesprächen. Die Inhalte dieses Ratgebers und die Beratung ersetzen keine medizinische, psychologische oder rechtliche Beratung.